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Ecocem: Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung der Region Paris

Ecocem: Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung der Region Paris

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 engagiert sich Ecocem im Rahmen eines Joint Ventures mit ArcelorMittal für die Bekämpfung von Kohlenstoffemissionen im Baugewerbe. Mit seinem innovativen kohlenstoffarmen und leistungsstarken hydraulischen Beton setzt das irische Unternehmen nicht nur in Frankreich, sondern auch in ganz Europa ein effizientes Kreislaufwirtschaftsmodell um. Wir haben Artur Kiiashko, Leiter des Forschungs- und Entwicklungslabors „Innovation Centre of Excellence“ bei Ecocem Materials LTD, interviewt, der uns erzählte, wie das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsziele erreicht und wie die Region eine wichtige Rolle bei ihrem Wachstum gespielt hat. Kiiashko gab uns auch Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens bei früheren und laufenden Bauprojekten in der Region Paris.

 

Bitte erzählen Sie uns etwas über Ecocem und Ihre Rolle im Unternehmen

Ecocem ist derzeit Europas führender Anbieter kohlenstoffarmer Lösungen für die Zement- und Bauindustrie. Das Unternehmen stellt in Europa in großem Maßstab kohlenstoffarmen Zement her und reduziert damit seinen CO2-Fußabdruck um das 8-fache.

Seit 9 Jahren investiert das Unternehmen 2% seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Fast 15 % der Mitarbeiter von Ecocem gehören zum Innovationsteam. Unser „Center of Excellence“, das 2021 in Champlan eröffnet wurde und von mir beaufsichtigt wird, beschleunigt die Entwicklung neuer innovativer Technologien und Produkte, die zu einer raschen Dekarbonisierung der Zementindustrie beitragen werden.
 

Welches waren die wichtigsten Pluspunkte der Region Paris, die Sie dazu gebracht haben, Ihr Geschäft hier auszubauen?

Paris wurde zum Zentrum unserer europäischen Aktivitäten. Wir sind in Irland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Frankreich präsent (im Norden bei Dunkerque und im Süden bei Fos-sur-Mer).

Dann haben wir versucht, uns südlich von Paris anzusiedeln, so nah wie möglich an den wichtigen Akteuren der Baubranche und damit an unserem Ökosystem. Außerdem wollten wir auch unsere geografische Nähe zum universitären Forschungszentrum der Ecole Normale Superieure Paris-Saclay erhalten, mit dem wir ein gemeinsames Labor haben.


Was sind die wichtigsten nachhaltigen Ziele von Ecocem?

Die Dekarbonisierung ist für den Planeten und künftige Generationen von entscheidender Bedeutung, und sie kann durch Innovation und Technologie erreicht werden. Während die Zement- und Bauindustrie eine Reihe von Technologien zur Emissionsminderung entwickelt und einsetzt, fügt Ecocem diesen Bemühungen eine zusätzliche Dimension zu.

Gemeinsam können wir die Herausforderung der Dekarbonisierung eines der schwierigsten Sektoren meistern, aber die Technologie muss dringend, umfassend, effizient und global eingeführt werden.


Wie ist es Ihnen gelungen, ein für die Bauindustrie unverzichtbares Qualitätsprodukt zu entwickeln, das sich positiv auf die Umwelt auswirkt?

Seit mehr als 20 Jahren treibt Ecocem die Entwicklung eines Zements voran, der nur etwa 200 kg CO2 pro Tonne ausstößt (alle Länder zusammen), im Gegensatz zu mehr als 600 kg bei herkömmlichem Zement.

Darüber hinaus recycelt diese Technologie ein unvermeidbares Nebenprodukt des Stahlherstellungsprozesses, die „granulierte Hochofenschlacke“, und trägt damit zur Kreislaufwirtschaft bei. Ecocem ist seit jeher ein Vorreiter und sein Technologieportfolio ist weiterhin führend in der Branche.


Bitte geben Sie uns einen Einblick in einige Ihrer großen Projekte in der Region Paris, wie den Bau des Hekla Tower an der Defense und das Projekt Grand Paris Express.

Unsere Produkte werden in allen Bereichen des Bauwesens in Frankreich und Europa eingesetzt. In der Region Paris finden Sie sie zum Beispiel im Beton des Hekla-Turms und auf den Baustellen des Grand-Paris-Express.

Durch die Verwendung unserer Produkte als Ersatz für herkömmlichen Zement wurde der Kohlenstoff-Fußabdruck der gesamten Struktur um fast 30 % reduziert. Dadurch konnten wir internationale Umweltzeichen wie BREAM und LEED erhalten.

Dank ihrer technischen Spezifikation haben unsere Produkte maßgeblich dazu beigetragen, den CO2-Fußabdruck der neuen Eisenbahninfrastruktur für den Grand Paris Express zu reduzieren. So wurden z.B. die Tunnelsegmente der zukünftigen Linie 18 mit unseren neuesten Innovationen hergestellt, was eine Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks um fast 70% ermöglicht!

 


Wie hat das Unternehmens- und Talentökosystem der Region Paris Ecocem zum Wachstum verholfen?

OUnser Innovationszentrum in Frankreichs größtem Forschungscluster in der Region Paris widmet sich der Prüfung, Bewertung und Verbesserung aller Technologien.

Ecocem ist an zahlreichen wissenschaftlichen Kooperationen beteiligt, unter anderem an der Universität Paris Saclay. Dank der Unterstützung zuverlässiger Industriepartner in der Nähe führen wir dann Versuche im industriellen Maßstab durch.


Die Region Paris beherbergt einige der besten Ingenieurschulen und wissenschaftlichen Hochschulen in Europa. Erzählen Sie uns bitte, wie Sie von ihrem dynamischen Talentpool profitiert haben.

Ecocem optimiert kontinuierlich die ökologische, technische und wirtschaftliche Leistung seiner Technologie und Produkte.

Das Unternehmen ist an zahlreichen wissenschaftlichen Kooperationen mit Universitäten auf der ganzen Welt beteiligt, darunter auch die ENS SACLAY. Die Zusammenarbeit mit letzterer führte zur Gründung der Ecole Normale Supérieure Paris Saclay-CNRS-Ecocem Materials LabCom mit dem Namen „Matériaux Cimentaires Eco-Efficaces“ (MC2E) unter der Leitung von Mohend Chaouche (Forschungsdirektor am CNRS) und Roberta Alfani (Innovationsdirektorin bei Ecocem).


Und wie würden Sie abschließend die Region Paris in 3 Worten beschreiben?

Zentral - Exzellenz - Ökosystem

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